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Wie immer gibt es viel zu tun

Viele Menschen besuchen Praxis Riesenhuber, entweder um in einen mal- und gestaltungstherapeutischen Prozess einzutauchen, oder um sich zu einem Thema beraten zu lassen, oder um eine Supvervision in Anspruch zu nehmen. Ich freue mich über all das Interesse und die schöne Zusammenarbeit!

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Die Jung’sche Psychologie ist eine Psychologie der Gegensätze. So wie es ein physikalisches Grundgesetz ist, dass Energie nur fließen kann, wenn ein Gegensatzspannung vorhanden ist, so trifft dies auch auf die seelische Energie zu. Unser ganzes lebendig Sein verdankt sich

dem Fließen zwischen den Gegensätzen. Unser Leben spannt sich zwischen Geburt und Tod auf, zwischen heiß und kalt, hell und dunkel, stets bewegen und orientieren wir uns auf einem Kontinuum, das durch zwei Pole definiert ist. Die folgende, einfache Übung widmet sich auf der bildnerischen Ebene diesem Thema. Du brauchst dazu Schreibsachen, mehrere Zeichenblätter und Farben. Am besten wären flüssige Farben, also entweder. Wasserfarben, oder Gouache, oder vielleicht Aquarellfarben oder auch Acrylfarben. Aber wenn du solche nicht zur Hand hast, dann tun es auch andere. Ich leite die Übung wieder Schritt für Schritt genau an:

 

  1. Wähle eine Farbe, die dir im Moment sehr gut gefällt, vielleicht ist es sogar deine Lieblingsfarbe.

 

  1. Mach dir ein paar Notizen dazu, was du mit dieser Farbe assoziierst. Welche Erinnerungen kommen dir im Zusammenhang mit dieser Farbe in den Sinn, wofür steht diese Farbe für dich, welche Gefühlsqualitäten repräsentiert diese Farbe für dich.

 

  1. Male ein Bild mit dieser Farbe. Es ist nicht besonders wichtig, was dabei herauskommt, sondern achte eher darauf, wie es sich für dich anfühlt, mit dieser Farbe zu malen. Wenn du flüssige Farben hast, male sehr flüssig damit, sodass die Farbe recht unkontrolliert verrinnen kann. Lass dich vom Ergebnis einfach überraschen.

 

  1. Mach dir ein paar Notizen dazu, wie du den Malprozess erlebt hast.

 

  1. Betrachte dein Bild, lass es auf dich wirken, und mach dir ein paar Notizen dazu.

 

  1. Nun wähle eine Farbe, die das genaue Gegenteil der ersten Farbe ist. Ganz fein ist es, wenn du auf dem Farbkreis schaust, welche Farbe der ersten Farbe gegenüber liegt. Oder du machst es instinktiv, und wählst jene Farbe, dich für dich das Gegenteil der ersten Farbe repräsentiert.

 

  1. Mach dir ein paar Notizen dazu, was du mit dieser Farbe assoziierst. Welche Erinnerungen kommen dir im Zusammenhang mit dieser Farbe in den Sinn, wofür steht diese Farbe für dich, welche Gefühlsqualitäten repräsentiert diese Farbe für dich.

 

  1. Male ein Bild mit dieser Farbe. Es ist nicht besonders wichtig, was dabei herauskommt, sondern achte eher darauf, wie es sich für dich anfühlt, mit dieser Farbe zu malen. Wenn du flüssige Farben hast, male sehr flüssig damit, sodass die Farbe recht unkontrolliert verrinnen kann. Lass dich vom Ergebnis einfach überraschen.

 

  1. Mach dir ein paar Notizen dazu, wie du den Malprozess erlebt hast.

 

  1. Betrachte dein Bild, lass es auf dich wirken, und mach dir ein paar Notizen dazu.

 

  1. Und nun male ein Bild mit beiden Farben. Versuche dabei, die Farben auch zu mischen, sodass farblich etwas Neues entsteht. Das geht besonders leicht, wenn du sehr flüssig malst und die Farben verrinnen lässt. Du kannst auch mehrere Blätter mit beiden Farben gemeinsam gestalten, experimentiere einfach spielerisch mit der Verbindung dieser beiden Farben.

 

  1. Mach dir ein paar Notizen dazu, wie du den Malprozess erlebt hast.

 

  1. Betrachte dein/e Bild/er, lass es/sie auf dich wirken, und mach dir ein paar Notizen dazu.

 

  1. Mach dir ein paar Notizen darüber, was du durch die Verbindung dieser beiden Gegensätze erfahren hast. Was hast du über dich gelernt, was ist dir bewusst geworden, oder woran hast du dich erinnert? Ist etwas Neues entstanden, eine neue Qualität, eine neue Form, ein neues Bild? Was wäre, wenn du dieses Neue in dein Leben einüben würdest?  Wie würde das dein Leben beeinflussen? Was wäre, wenn du noch mehr von einem entweder – oder zu einem sowohl – als auch finden würdest? Was ist für dich die Essenz deiner Erfahrung durch diese Übung?

 

 

 

„Yin und Yang, männlich und weiblich, hart und weich, Himmel und Erde, Licht und Dunkle, Donner und Blitz, kalt und warm, gut und schlecht … das ist die Wechselwirkung der gegensätzlichen Prinzipien, die das Universum formen“.

Konfuzius